Entwicklung einer neuartigen Webtechnologie zur integralen Fertigung von nahtlosen Schlauchstrukturen mit definierten Ventilfunktionen
 
Laufzeit: 01.02.2018 - 30.04.2020
Vorhaben-Nr. 19922 N
 
Forschungsvereinigung:
Forschungskuratorium Textil e.V.
Reinhardtstraße 14-16 Tel.: +49 30 726220-40
D-10117 Berlin E-Mail: jdiebel@textilforschung.de
  www.textilforschung.de
 
Forschungseinrichtung
Technische Universität Dresden, Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik  
 
Vorhabenbeschreibung:
Überall wo Flüssigkeiten richtungsgebunden geleitet werden müssen, bedarf es technischer Lösungen, um ungewollten Rückfluss zu verhindern. Auch im Medizinbereich werden für Implantate Rückstauklappen benötigt, insb. für Herzklappenprothesen. Für die Behandlung defekter Herzklappen stehen mechanische und biologische Klappen zur Verfügung. Haupt-nachteil der mechanischen Klappen ist die lebenslang notwendige Antikoagulationstherapie ab dem Zeitpunkt der Implantation. Außerdem kommt es bei mechanischen Klappen zu vom Patienten wahrnehmbaren Geräuschen, die durch den mechanischen Klappenschluss entstehen. Die Vorteile biologischer Prothesen liegen im Wegfall der Nachbehandlung mit Antikoagulantien, dem nicht wahrnehmbaren Klappenschließton und in der Möglichkeit der minimalinvasiven Implantation. Ziel des Forschungsvorhabens ist daher, neuartige textile Herzklappenprothesen zu entwickeln, die exakt an die anatomische Gefäßsituation angepasst, minimalinvasiv im Herz platzierbar sind, keine lebenslange Nachbehandlung mit Antikoagulantien benötigen, aufgrund der lebenslangen Haltbarkeit bei Patienten jeglicher Altersklassen anwendbar sind und zeit- und kostensparend mit hoher Reproduzierbarkeit und Qualität gefertigt werden können. Deshalb soll im vorliegenden Forschungsprojekt das Basiswissen für die webtechnische Entwicklung zur integralen Fertigung von nahtlosen Schlauchstrukturen geschaffen werden, mit dem eine reproduzierbare, kostengünstige Herstellung von neuartigen textilen, nahtlosen Schlauchstrukturen mit definierter Ventilfunktion mit gleichzeitig hoher Produktsicherheit realisiert werden kann. Es wird geschätzt, dass mindestens 50 KMU einen direkten Nutzen aus den Ergebnissen des Forschungsprojektes ziehen werden. Darüber hinaus senken die deutlich geringeren Produktionskosten durch eine automatisierte Herstellung derartiger komplexer Implantate das Entwicklungsrisiko für KMU erheblich und haben eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU zur Folge.
 
 
Weitere Informationen und den Schlussbericht zum Projekt erhalten Sie bei der AiF-Forschungsvereinigung: Forschungskuratorium Textil e.V.
 
AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V.
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