Strukturierte Beleuchtung und hyperspektrale Bildgebung als neuartiger Ansatz zur Tumorerkennung in der Dermatologie
 
Laufzeit: 01.08.2017 - 30.04.2020
Vorhaben-Nr. 19639 N
 
Forschungsvereinigung:
Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e.V. - F.O.M
Werderscher Markt 15 Tel.: +49 30 414021-39
D-10117 Berlin E-Mail: info@forschung-fom.de
  www.forschung-fom.de
 
Forschungseinrichtung
Institut für Lasertechnologien in der Medizin, und Meßtechnik an der Universität Ulm   
 
Vorhabenbeschreibung:
Die konventionelle Spektroskopie erlaubt keine quantitative Bestimmung der Inhaltsstoffe, wie z. B. die Sauerstoffsättigung im Blut oder die Schadstoffkonzentration in Lebensmitteln, ohne aufwendige Kalibrationsmessungen, da dies eine Trennung von Absorption und Streuung voraussetzt. Dies und die Nachteile einer Punktmessung sollen im Projekt durch Kombination eines hyperspektralen Messsystems mit einer strukturierten Beleuchtung überwunden werden. Mittels hyperspektraler Bildgebung können Änderungen in den optischen Eigenschaften der Haut ortsaufgelöst erfasst werden. Durch strukturierte Beleuchtung können mit entsprechenden Algorithmen aus den bei variierender Streifenposition aufgenommenen Bildern die optischen Eigenschaften ortsaufgelöst bestimmt werden. Im Projekt soll dies am Beispiel der Früherkennung von Vorstufen des malignen Melanoms gezeigt werden, deren frühzeitige Erkennung und Exzision entscheidende Faktoren für eine günstige Prognose sind. Basis für das Projektvorhaben sind ein am ILM entwickeltes multifokales hyperspektrales Kamerasystem und vorhandene Aufbauten zur strukturierten Beleuchtung. Nach Definition der Anforderungen und grundlegenden Untersuchungen soll ein geeignetes Systemkonzept erarbeitet und in einem Demonstrator umgesetzt und evaluiert werden. Die wirtschaftliche Bedeutung ist für Hersteller optischer Komponenten und medizinischer Geräte (u. a. zur Tumorerkennung der Mundschleimhaut, objektiver Zahnfarbenmessung, tiefenaufgelöster Blutflussmessung), aber auch in anderen Branchen, z. B. der Lebensmittelkontrolle (Reifegradbestimmung, Schadstoffgehalt, Keimbelastung), Pharmazie (Qualitätskontrolle / Stoffanalyse), Papier- und Textilindustrie (Qualitätskontrolle beim Bedrucken) und im Sorting (z. B. Mülltrennung) sehr hoch. Die mit diesen Anwendungen verknüpften Produkte und Dienstleistungen erfordern keinen hohen Investitionsaufwand, weswegen die hier zu entwickelnde Technologie insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit von KMU fördert.
 
 
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei der AiF-Forschungsvereinigung: Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e.V. - F.O.M
 
AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V.
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